Passend zur aktuellen Wetterlage fand heute im Rathenower Kulturzentrum die 1. Rathenower/Westhavelländische Hitzeschutzkonferenz statt. Vor dem Hintergrund, dass sich in Berlin und Brandenburg allein die durchschnittliche Zahl der Hitzetage, also Tage mit mindestens 30 °C, in den letzten Jahrzehnten verdoppelt hat - von 6,3 Tage zwischen 1961 und 1990 auf 11,5 Tage zwischen 1990 und 2019 -, rückt dieses Thema immer weiter in den Mittelpunkt der Stadtgestaltung. (Quelle: „Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes und der Stadt Rathenow)
Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalverwaltung, Gesundheitswesen, Bildung, Katastrophenschutz sowie Stadtentwicklung zusammen, um gemeinsam Strategien für den Umgang mit zunehmenden Hitzeereignissen zu entwickeln.
Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Erarbeitung konkreter Maßnahmenvorschläge für eine Hitzeaktionsplanung der Stadt Rathenow. Diese kann beispielgebend auch für weitere Kommunen im Landkreis Havelland werden. Nach fachlichen Impulsvorträgen von Frau Dr. Abdelgawad, Herrn Dr. Piepenbrock und weiteren Expertinnen und Experten arbeiteten die Teilnehmenden in verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Themen Gesundheit, Katastrophenschutz und Kommunikation, Bildung sowie Stadtentwicklung.
Ein zentrales Ergebnis der Veranstaltung: Hitzeschutz ist eine Querschnittsaufgabe, die nur durch die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure erfolgreich umgesetzt werden kann. Auch Rathenow muss sich darauf vorbereiten, damit die Lebensqualität in der Stadt langfristig erhalten bleibt.
Was kann unter anderem getan werden: Wir müssen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger schützen indem wir mehr schattige Plätze, mehr Parkanlagen und kühlere Straßen schaffen und anbieten. Das kann über begrünte Dächer und Fassaden, mehr Straßenbäume, helle Oberflächen an den Fassaden, einer Verschattung von Plätzen oder Haltestellen und der Entsiegelung von Flächen geschehen.
Die Hitzeschutzkonferenz ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Havelland und der Stadt Rathenow. Sie wurde über das GKV-Bündnis für Gesundheit Brandenburg gefördert.
Weitere Informationen unter:
www.rathenow.de/wirtschaft-standort/stadtentwicklung/klimaschutz
1. Rathenower/Westhavelländische Hitzeschutzkonferenz setzt Impulse für kommunale Hitzeaktionsplanung

