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Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker

Kunsthandwerk
"Im Entwurf, da zeigt sich das Talent, in der Ausführung die Kunst."
Marie von Eber-Eschenbach

Der Begriff Kunsthandwerk steht für jedes Handwerk, welches künstlerische Fähigkeiten braucht, angefangen von Bildhauerei, über Keramiken, Drechseln bis hin zu Holzschnitzarbeiten, Glasarbeiten, Schmuck oder Scherenschnitten. In der Erhaltung traditioneller handwerklicher Techniken übernimmt das Kunsthandwerk auch in Rathenow eine wichtige Aufgabe. In der Innenstadt erzählen mehrere Skulpturen an Straßen und Plätzen die Geschichte Rathenows. An den jährlichen Tagen des Offenen Ateliers kann man dem einen oder anderen Kunsthandwerker über die Schulter schauen, verweilen und sich lebendig austauschen. Die Kunstwerke haben oft einen regionalen Bezug. Auf dem Kirchplatz 11 neben der St.-Marien-Andreas-Kirche, dem Wahrzeichen der Stadt, ist das Atelier des Künstlers Klaus Handschuh, der mit seiner Havelland-Keramik überregional bekannt ist. Ein Besuch lohnt sich! Wer ein Geschenk oder ein Mitbringsel aus Rathenow sucht, wird sicher auch in der Ladengalerie „Stein 40“ fündig, in der auf kunsthandwerklich hergestellte Waren besonders Wert gelegt wird.

1944
• in Niederschlesien geboren; Schule, Lehre,
• Studium an Bielefelder Werkkunstschule Prof. Kraft
• Abschluß Fachhochschule Prof. Meier, Grafik-Design
1972-1996
• freies Arbeiten Grafik-Design und Textil
1997
• neue Impulse/Keramik
1998
• Praktikum bei der Rheinsberger Keramik Manufaktur GmbH
• freier Mitarbeiter im Bereich Dekor- und Produktentwicklung
• erste Erfolge mit den Dekoren: Nadelstreifen, Diagonale und der Havelland Keramik so wie später, der Ribbeck Keramik.

  Als Grafik-Designer waren die geometrischen Formen zunächst die ersten, die ich zur Anwendung brachte. Dekore wie Nadelstreifen, Diagonale oder Blockstreifen entstanden ohne zu ahnen, das einer Töpferin mit Namen Hedwig Bollhagen schon in den 30-igern des letzten Jahrhunderts unter ähnlichen Einflüssen bereits zu Ruhm verhalf. Mit dem "Blick ins Land" kamen die bildhaften Dekore Havelland und Ribbecker Birne. So entstand das Konzept der heutigen keramischen Gesamtaussage der Havelland-Keramik.



Willi H. Lippert, wie sein Künstlername lautete, war einer der vielseitigsten Kunstschaffenden, der in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Rathenow als Graphiker, Kunstmaler und Bildhauer wirkte und später in der Wahlheimat Brunsbüttel auch als Heraldiker bekannt wurde.
Lange Zeit  in Vergessenheit geraten, erinnerte an ihn erstmals in Rathenow eine Ausstellung im Kulturhaus am 03. November 1985, vier Jahre nach seinem Tod. Zuvor und nachfolgend konnte aufgrund der spärlich vorhandenen Nachweise, nur mehr oder weniger zutreffendes über das Leben und Schaffen dieses bedeutenden Künstlers in unserer Region ausgesagt werden. Als letztes erschien nach intensiverer Nachforschung am Vortage seines 110. Geburtstages ein etwas umfangreicherer Artikel über ihn in der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" vom Autor dieser Veröffentlichung. Danach wurde weiteres über sein Leben und Schaffen ermittelt und in die nachfolgend dargestellte Biographie  aufgenommen.
Für die freundliche Hilfe bei den bisherigen Recherchen durch Rathenower Bürger, dem Sohn, Jörg Lippert, Herrn Kirschke in Premnitz, dem Museums in Brunsbüttel, besonders dessen ehemaligen Leiter, Herrn Norbert Wenn sowie dem Kulturzentrum Rathenow, ist aufs herzlichste gedankt.

Eventuell noch vorhandene Briefe, Gemälde, Grafiken und Lebensdaten wären von großem Interesse und für die weitere Forschung hilfreich, um  das Lebensbild des Künstlers weiter vervollständigen zu können.

Autor: G. Schneider



Der Ton ist für mich ein faszinierendes Material.
Meine Glasuren stelle ich selbst her. Ich wende besondere Brennmethoden an.
Meine Anregungen finde ich im unerschöpflichen Formenreichtum alter Kulturen und in der Natur.
Ich probiere immer wieder neue Techniken aus.
Meine Gefäße sollen Ausdruck haben, gebrauchsfähig sein
und dürfen - wie auch die Menschen - kleine Fehler haben.

Lebenslauf

1946geboren in Sachsen

1965 - 1967

Studium an der Humboldt-Universität Berlin
Kunsterziehung, Geschichte
1969 - 1973Fachschule für Binnenhandel Dresden
Fachrichtung Ökonomie
1982Kunsthochschule Halle
Kunsthandwerkerlehrgang
1983Facharbeiter als Töpfer
1986Beginn einer Meisterausbildung
(aus politischen Gründen abgebrochen)
1982 - 1988Leiterin von Kunstkursen in verschiedenen Einrichtungen
1988 - 2003Kursleiterin für Keramik an der Villa Grenzenlos in Potsdam (VHS)

  • Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens
  • Keramik von Anna Mertens

Karl Mertens wurde am 17. März 1903 in Rathenow als Sohn eines Kochs geboren. Als vierjähriges Kind fertigte er bereits beachtenswerte Zeichnungen an und heftete damit so manches improvisierte Bilderbuch.
Nach dem Tode seines Vaters (1909) lebte er mit seiner Mutter allein. Später, am Marktplatz wohnend, saß er oft am Fenster und zeichnete das bewegte Leben und Treiben, das sich fast pausenlos auf  dem Markt abspielte.
Nach seiner achtjährigen Schulzeit lernte er Feinmechaniker, technischer Zeichner und Justier und arbeitete bei der Firma Busch in der optischen Industrie.
Wegen seiner künstlerischen Fähigkeiten konnte er 19-jährig durch gute Vermittlung der Stuttgarter Akademie ein Studium in der Kunststadt München aufnehmen.
Doch die großen Arbeiteraussperrungen der Unternehmer 1923 zwangen ihn, München nach zweijähriger Studienzeit zu verlassen. Auch ein aufge-nommenes Studium an einem Privattechnikum (Abendschule) musste er vorzeitig abbrechen.
Karl Mertens: „Meine ganze Jugendzeit hindurch und auch später war W. H. Lippert mein eigentlicher Lehrer und Freund. Ihm verdanke ich sehr viel.“
1924 nahm er zum ersten Mal an einer Ausstellung der Rathenower Künstler mit seinen Holzplastiken „Don Quijote mit seinem Pferd Rosinante“ und „Sancho Pansa mit Rosinante“ teil.
Am 1.2.1945 wurde er mit Landsturmmännern an die Ostfront berufen und dort schwer verwundet.
Nach Rathenow zurückgekehrt, erhielt er die lang ersehnte Genehmigung zum selbständigen Bildhauer. Fünf Jahre lang hatte er geschnitzt und viele Aufträge erhalten.
Erst nach 1945 konnte Karl Mertens das ihm fehlende akademische Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee, bei Prof. H. Drake nachholen.
1946 wurde K. Mertens Mitglied im Kulturbund und dessen Vorstandsmitglied.
Neben Auftragsarbeiten leitete er 15 Jahre lang im Kulturbund den Plastikzirkel mit vielen Ausstellungen und Auszeichnungen. Zur gleichen Zeit war er 20 Jahre lang im Atelier des Premnitzer Chemie-Faser-Werkes tätig.
Für sein künstlerisches Schaffen und jahrzehntelanges Arbeiten mit Jugendlichen und Kindern in Schulen und Ferienlagern, erhielt er mehrere Auszeichnungen.

1962 die Johannes- R.- Becher-Medaille in Silber
1964 nahm er teil am internationalen Kongress der Antiquare in Ravenna, Italien, teil.
1978 erhielt er die Verdienstmedaille der DDR und 1979 die Medaille „30 Jahre DDR“
1980 Medaille für Verdienste im künstlerischen Volksschaffen der DDR
1983 die Johannes- R.- Becher-Medaille in Gold, die höchste Auszeichnung des Deutschen Kulturbundes
1987 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Rathenow ernannt.

Schreiben, mit denen sich K. Mertens an die Öffentlichkeit wandte, beendete er vielfach mit „euer Altstadtkind“, auch „euer Altstadtkind unserer lieben Stadt Rathenow“.
Karl Mertens hat über 100 Figuren, Monumente, Reliefs und andere Kunstgegenstände geschaffen für Rathenow, Premnitz, Brandenburg, Berlin, Hennigsdorf, Großwudicke sowie für private Auftraggeber.
Im Haus und auf dem Grundstück Semliner Straße 225, das er erworben hatte, lebte und arbeitete er bis zu seinem Tode, 24. September 1988.


Lebenslauf

28.2.1923
geboren in Leubusch
1937 - 1940
Tischlerlehre
bis Ende 1945
Soldat und russische Gefangenschaft
1946 - 1950
selbständig als Holzschnitzer
zwischenzeitlich gearbeitet als Tischler, Schrifthauer, Möbelbildhauer, optischer Einschleifer und Brillenmacher
seit 1967
selbständig als Kunsthandwerker
29. Mai 2011
verstorben


  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl
  • Heinz Mühl
  • Skulptur von Heinz Mühl

Meine ersten Versuche, Faltschnitte aus weißem Schreibpapier nach Anregungen aus einer alten Zeitschrift, entstanden 1948 im Alter von 12 Jahren.
Später gelang der erste eigene Entwurf aus schwarzem Papier als reiner Silhouettenschnitt - Gänsefingerkraut.
Im Sommer 1978 lernte ich die bekannte Scherenschnittkünstlerin Christa Bachmann aus Limbach-Oberfrohna persönlich kennen und sie ermuntert mich noch immer zum Weitermachen.
Während einer Genesungsphase 1979 entwickelte ich meine ersten Tierdarstellungen aus Buntpapier in der Größe 24 x 36 cm als freie Schnitte mit Durchbrüchen.
Es geht mir darum, die Tiere in ihrem Biotop zu zeigen mit Hilfe von Kenntnissen über Tieranatomie, Literatur und vor allem eigener Beobachtung. Es sind überwiegend Tiere, die in unserer Region leben.
Inzwischen habe ich auch Freude an Ausführungen, die Tiere als Metapher menschlicher Verhaltensweisen zu präsentieren - wie in der Serie "Die drei Majestäten", den Hahn als "Der Erfolgreiche", den Truthahn als "Der Wichtige" und den Erpel als "Der Gutmütige".

Ich bin Mitglied im Deutschen Scherenschnittverein e.V.
Einzelausstellungen waren in Schmetzdorf, in der Galerie Am Märkischen Platz in Rathenow und in der Arztpraxis Dr. Gesch in Rathenow zu sehen.
An Gruppenausstellungen in der Galerie Am Märkischen Platz beteiligte ich mich sowie an den Ausstellungen des Deutschen Scherenschnittvereins e.V. mit internationaler Beteiligung in Schwäbisch-Gmünd, Holzminden und Berlin-Dahlem.

Am 30. Dezember 2013 verstarb Frau Richter.


  • Scherenschnitt von Monika Richter
  • Scherenschnitt von Monika Richter
  • Scherenschnitt von Monika Richter
  • Scherenschnitt von Monika Richter
  • Scherenschnitt von Monika Richter
  • Scherenschnitt von Monika Richter
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  • Scherenschnitt von Monika Richter
  • Scherenschnitt von Monika Richter
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  • Scherenschnitt von Monika Richter
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  • Scherenschnitt von Monika Richter
  • Scherenschnitt von Monika Richter
  • Scherenschnitt von Monika Richter

Lebenslauf

1944               
in Rathenow geboren         
1962-1964     
Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer
1964-1970     
tätig als Steinmetz und in den verschiedenen kulturellen Bereichen
1970-1975     
weitere Ausbildung in Dresden, Demitz-Thumitz, Potsdam und Berlin
1972                
Meisterprüfung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
- in dieser Zeit auch Buch- und Ausstellungsgestaltung
- Bühnenentwürfe - Sportpokale - Leitung eines Volkskunstzirkels
ab 1976            
Führung eines Handwerksbetriebes für Steinmetz- und Bildhauerarbeiten
- erste größere Auftragsarbeiten
- z.B. des Themenbrunnens "Vom Fischer und seiner Frau"
- und des Pestalozzi-Denkmals
1982                
kommen zu den Steinarbeiten auch erste Arbeiten aus Stahl
1988                
freiberufliche Tätigkeit
- Mitglied im Brandenburgischen Verband "Bildender Künstler"
- Ausstellungsbeteiligung in Berlin und Prag          
1989-1990      
kleine plastische Stein- und Stahlarbeiten
- werden in der "Galerie unter den Linden" gezeigt
1991-1992      
Ausstellung in Basel, Zürich, Ulm und Heidenheim
- Gründungsmitglied und Vorsitz des "Rathenower Kunstvereines"
1992-1996     
Realisierung bildhauerischer Auftragsarbeiten
- Organisation und Teilnahme am "Rathenower Bildhauersymposium"
- Ausstellung "Skulpturen und Objekte" im Kloster Jerichow
ab 1996           
zeitweilige Dozententätigkeit an der Ausbildungsstätte für Steinbildhauer in Königslutter/Braunschweig
1996-1998       
Realisierung von Auftragsarbeiten und Projekten
- Eröffnung der Galerie "EIGENE ART" im Kloster Jerichow
1999                
Auftragsarbeiten und freie Arbeiten für die Galerie
- Vorarbeiten zur Ausstellung im Jahre 2000 "Skulpturen und Objekte II" im Kloster Jerichow
2007
Auszeichung mit dem Kulturpreis der Stadt Rathenow, der an „Personen oder Institutionen, die in den letzten Jahren Ungewöhnliches geschaffen oder neue Wege beschritten haben“ und zur „Belebung der kulturellen Szene der Stadt Rathenow, Förderung neuer Ideen und Würdigung langjähriger Arbeit auf kulturellem Gebiet“ verliehen wird.
2008
wurde der Kirchplatz mit dem Sagenbrunnen in Lübbenau durch die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg als Denkmal des Monats Mai ausgezeichnet.

Volker Michael Roth starb am 15. September 2008.


  • Skulpturen von Volker Michael Roth
  • Volker Michael Roth
  • Skulpturen von Volker Michael Roth
  • Skulpturen von Volker Michael Roth
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Frau Rahn
Stadt Rathenow
Sachbereich Kultur, Jugend und Sport
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14712 Rathenow

03385 596-413 03385 596 6 413

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