01.01.2026
- 31.12.2026
225 Jahre optische Industrie in Rathenow
Rathenow
Optikpark Rathenow
Ein Ort für alle Sinne mit Brachymedialfernrohr und Mühlenensemble
Entdecken Sie den Optikpark Rathenow, das Brachymedialfernrohr sowie die Alte Mühle.

Ein Ort für alle Sinne
Mit der Landesgartenschau 2006 nahm die Geschichte des Optikparks seinen Anfang. Im Nachgang nach der Gartenschau beschloss man, den Park in seiner Form zu erhalten und weiterzuführen. Am 28. April 2007 öffnete dann erstmals der Optikpark Rathenow seine Tore. Und er erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. 2015 war Rathenow mit seinem Optikpark neben Brandenburg an der Havel, Premnitz, Stölln und Havelberg Austragungsort der Bundesgartenschau.
Der Optikpark ist kein typischer Park, in dem nur spaziert wird, nein, die ganze Familie soll sich wohlfühlen und Spaß haben. Das städtische Alleinstellungsmerkmal „Optik“ findet sich überall im Park wieder. Optische Täuschungen, Zerrspiegel, eine Riesenbrille, der Leuchtturm und vieles weitere steht im Bezug zur Optik und zur Geschichte der Stadt. Auch der Optikpavillon erzählt ein wenig von der Rathenower Geschichte und überrascht mit Hohlspiegel und digitalem Kaleidoskop. Ein über 7m großer Kletterkristall, der sich einem Prisma anlehnt, lädt zum Klettern und Entdecken ein und in der großen Kamera verbirgt sich ein Riesenkaleidoskop.
Die Spieltürme stellen die optischen Instrumente Mikroskop, Periskop und Fernrohr dar.
Hier kann nach Herzenslust in labyrinthartigen Gängen geklettert und gerutscht werden.
Wer Ruhe und Erholung sucht, findet im Park idyllische Plätze. Bunte Regenbogenliegen laden zum Relaxen und Verweilen ein. Eine Floßfahrt auf dem Havelaltarm, sowie zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte, runden das Parkerlebnis ab.
Ein wundervolles Ausflugsziel für alle Generationen.

Brachymedialfernrohr
Im Optikpark steht ein großes Fernrohr. Es heißt auch das „Rolfsche Fernrohr“, weil es von dem Rathenower Ingenieur Edwin Rolf zwischen 1949 und 1953 konstruiert und in seinem Garten erbaute wurde. Ein Medial-Fernrohr ist ein Teleskop, das sowohl mit Linsen als auch mit Spiegeln arbeitet. Wird ein solches Fernrohr in verkürzter Bauweise ausgeführt, wie das Rathenower Instrument, spricht man von Brachymedialen. Der Unterschied besteht in einem geänderten Strahlengang.
Unser Fernrohr zeichnet sich durch einen bemerkenswerten Objektivlinsen-Durchmesser von 70 cm aus, was letztlich bei einem Größenvergleich gleichartiger Fernrohrtypen von Bedeutung ist.
So ein Teleskop in dieser Größe zu konzipieren und aufzubauen war in den Nachkriegsjahren eine bemerkenswerte Leistung. Fast alle Bauteile mussten mehr oder weniger zusammengetragen werden, wobei in den meisten Fällen geschaut wurde, was für das Vorhaben nützlich sein könnte. So erfüllt ein Schwungrad, wahrscheinlich von einem schrottreifen Panzer, die Funktion der Kupplung zwischen elektrischem Antrieb und großer Stundenachse. Der Motor für den Antrieb der Nachführung wurde aus den Trümmern der kriegszerstörten Stadt geborgen. Auch eine Fahrradkette und ausgediente LKW-Lenkräder fanden im Teleskop eine neue Verwendung. Alles ist auch heute noch voll funktionsfähig. Mit dem Fernrohr kann man sehr weit in das Weltall schauen. Einen Stern, der so hell wie unsere Sonne ist, könnte man noch in einer Entfernung von 5250 Lichtjahren sehen. Auf dem Mond wären große Objekte, die dort etwa 2 km auseinander liegen, theoretisch noch zu erkennen. Auch die Planeten können Sie noch gut beobachten. Wenn sich zum Beispiel der Mars in Erdnähe befindet, wie im Herbst 2020, kann man die weißen Eiskappen an seinen Polen erblicken.
Heute steht das Fernrohr unter Denkmalschutz und fand hier im Optikpark 2009 seine neue Heimat. International findet es ebenso große Beachtung. Sogar Fachleute aus den USA besuchten voller Bewunderung für die Leistung Edwin Rolfs die Stadt Rathenow.
Alte Mühle
Die ehemalige Mühle besteht aus mehreren Gebäudeteilen: Mühle und Kontor, Alter und Neuer Zellenspeicher und dem Mühlenhof.
Der Mühlenkomplex wurde 1848 erbaut – vor über 170 Jahren! 1893 wurde der Grundstein für den ersten massiven Zellenspeicher gelegt und 1940 direkt daneben ein neuer Betonsilo errichtet. So konnte die Lagerkapazität für Getreide auf 4500 Tonnen erhöht werden.
Einst erbaut als Weizenmühle, wurde sie ab 1950 als Hafermühle genutzt, die später die gesamte damalige DDR mit Haferflocken versorgte. Die Mühle muss also eine beachtliche Menge an Haferflocken produziert haben, meinen Sie nicht auch? 60t waren es täglich, die die sogenannte Konsum-Mühle bis 1991 produzierte.
Noch heute sind die Getreideröhren gut erhalten, bis vor einigen Jahren konnten sie auch noch besichtigt werden.
Heute findet man im Mühlen- und Kontorgebäude die Musik- und Kunstschule Rathenow, den Kinder- und Jugendtreff „Freizeithaus Mühle“ und die Geschäftsräume des Optikpark Rathenow sowie einen großen Veranstaltungssaal und eine Turnhalle.
Die große Bühne auf dem Mühlenhof war schon oft Veranstaltungsort für namenhafte Künstler.
Kultur & Tourismus
Ansprechpartner
Sachbereich Wirtschaftsförderung / Tourismus
Stadt Rathenow
Berliner Straße 15
14712 Rathenow


