Aktuelles

Holzernte und Waldverjüngung

Auf Flächen am Ferchesarer Weg und dem Fernradwanderweg findet derzeit eine Endnutzung alter Kiefernbestände statt. Die Holzerntemaschinen sind nicht zu übersehen.  Zuschauen ist natürlich erlaubt. ABER! Der Weg darf nicht verlassen werden um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu den Maschinen zu gewährleisten. Kurze Verkehrsbehinderungen sind ebenfalls möglich.Viele Waldbesucher stellen sich sicher die Frage:

 

Ist das denn notwendig ?

Ja, die Kiefern sind hier 112 bzw. 151 Jahre alt. In diesem Alter haben die Bäume langsam ihr Zielalter erreicht. Zudem hat der extrem trockene Sommer 2018 zu einer starken Vermehrung von Schadinsekten geführt. Diese habe nun einen Großteil der alten Kiefern befallen. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern müssen die kranken und befallenen Bäume entnommen werden.

 

Und was wird mit dem Holz ?

Aus den dicken und geraden Stämmen oder Stammabschnitten werden im Sägewerk Balken, Bohlen und Bretter geschnitten. Aus Holz von nicht ganz so guter Qualität werden Europaletten hergestellt. Das restliche Holz wird zu Hackschnitzeln für Spanplatten, aber auch zu Zellulose für die Papierindustrie verarbeitet.

 

Was wird danach auf der Fläche gemacht ?

Die verbliebenen Holzreste der Baumkronen und Äste werden von der Fläche beräumt und zu Energiehackschnitzeln verarbeitet. Im Herbst werden mit einem Forstpflug flache Streifen gepflügt in die im nächsten Frühjahr Samen aus den verbliebenen Altkiefern(weißer Ring) und umgebenden Kiefern fallen. Im freigelegten Mineralboden können die Kiefernsamen dann keimen. Bei ausreichender Saat entwickelt sich natürlich ein neuer junger Kiefernwald. Sollte die natürliche Saat nicht ausreichen wird durch Pflanzung von kleinen Kiefern nachgebessert. Gut gewachsene Eichen aus dem Unterstand werden belassen und in den sich entwickelnden neuen Bestand eingebunden. Falls sie noch weitere Fragen haben, dann senden Sie einfach eine Mail an den Förster.      stadtforst@stadt-rathenow.de

Jagdausübung im Rathenower Stadtforst 2019/2020

Die Stadt Rathenow vergibt für das Jagdjahr 2019/2020 entgeltliche Begehungsscheine für Pirschbezirke im Eigenjagdbezirk der Stadt. Die Begehungsscheine werden für ein Jagdjahr vergeben. Der Preis richtet sich nach der Größe des Pirschbezirkes und beträgt derzeit 7,00 €/ha. Im Preis enthalten ist die Teilnahme an zwei Gesellschaftsjagden. Eine Übernahme des erlegten Wildes ist möglich. Alle weiteren Informationen entnehmen sie bitte der "Jagdnutzungsvorschrift der Stadt Rathenow". Ihren formlosen Antrag mit einer Kopie Ihres Jagdscheines richten sie bis zum 22.02.2019 bitte an: Stadt Rathenow, Bauamt, SB Forst, Berliner Straße 15, 14712 Rathenow oder per Email an stadtforst@stadt-rathenow.de.

Nach dem Sturm die große Dürre

Die lang anhaltende Trockenheit hat nicht nur in der Landwirtschaft zu erheblichen Schäden geführt. Auch in den Wäldern rund um Rathenow sind deutliche Zeichen des extremen Wassermangels nicht mehr zu übersehen. Im Stadtforst hat es bis zum 14. April nennenswerten Niederschlag gegeben. Alles was danach kam war so gering, dass es innerhalb weniger Stunden wieder verdunstete. Eine so lang anhaltende Trockenperiode hat es hier bisher noch nicht gegeben. Am deutlichsten ist dies an den fast vollständig vertrockneten Heidelbeerbüschen zu sehen. Doch auch viele der jungen, erst vor einigen Jahren gepflanzten Bäume, wie Buchen, Kiefern oder Eichen sind der Trockenheit bereits zum Opfer gefallen. Besonders schlimm hat es die Weihnachtsbaumkulturen erwischt. In einigen bereichen sind selbst bis zu zehnjährige Fichten vertrocknet. Nach ersten Schätzungen geht der Schaden bereits jetzt weit in den fünfstelligen Bereich. Da ein Ende der Trockenheit weit und breit nicht in Sicht ist, ist mit weiteren Schäden zu rechen. Aufgrund der Trockenheit besteht außerdem eine extrem hohen Waldbrandgefahr. Die Gefahrenstufe 5 ist deshalb seit einiger Zeit ausgerufen worden. Es wird darum gebeten auf Waldspaziergänge vorerst zu verzichten.

Erster Wolf dokumentiert

Nach mehreren Sichtungen und Spurenfunden seit 2015 ist nun erstmals ein Wolf in die Fotofalle getappt. Am 19.07.2018 um 7,29 Uhr wurde er unweit des Havellandradweges in der Nähe des Rastplatzes zwischen Rathenow und Stechow aufgenommen. Nicht nur die Sichtungen und Spuren lieferten Hinweise auf das zeitweilige Auftreten des Wolfes im Stadtforst, auch das Verhalten des Wildes und nicht zuletzt ein gerissenes Reh waren ein deutliches Zeichen dafür dass der Wolf im Stadtforst angekommen ist. Die Aufnahme bestätigt dies nun eindeutig. Bei dem Tier handelt es sich wohl um einen etwa einjährigen Rüden. In diesem Alter verlassen viele Jungwölfe ihr Geburtsrudel da es dort neuen Nachwuchs gibt um sich ein eigenes Revier zu suchen. Das der Wolf dauerhaft im Stadtforst bleibt und hier ein eigenes Rudel gründet ist aber eher unwahrscheinlich. Dafür sind hier zu viele Menschen zm Wandern, Rad fahren und Erholung suchen unterwegs. Und das mag das normaler Weise recht scheue Tier eigentlich gar nicht.

Eichenholz für Möbel und Parkett

Derzeit sind die Kollegen des Stadtforstes damit beschäftigt, das durch den Sturm vom letzten Oktober geworfene Eichenholz aus dem Wald zu bergen. Die Arbeiten sind sehr umfangreich und schwierig, da die Bäume oft kreuz und quer übereinander liegen. Die Arbeiten werden auch noch einige Wochen in Anspruch nehmen, da viel mehr Holz durch den Sturm zu Boden gegangen ist als ursprünglich geschätzt. Deshalb hier noch einmal der eindringliche Hinweis die vom Sturm betroffenen Flächen zu meiden und unbedingt auf den Wegen zu bleiben. Zu Hilfe kommt den Waldarbeitern bei der Holzaufarbeitung ein großer Rücketraktor, welcher von einem Semliner Forstunternehmen bereit gestellt wird. Auch die größten Holzstämme werden so an die Forstwege befördert. Leider werden hierdurch und durch die anschließende Holzabfuhr die Forstwege in Mitleidenschaft gezogen. Dafür bitten wir um Verständnis. Nach dem Abschluss der Arbeiten werden die Wege selbstverständlich wieder in einen wanderwegetauglichen Zustand versetzt. Einmal an den Forstweg gerückt werden die Eichenstämme in die verschiedenen Sortimente eingeteilt. Das Sägewerk im brandenburgischen Templin verarbeitet dann die Eichen zu Möbelholz oder auch zu Eichenparkett.

Weihnachtsbäume und Waldweihnacht

Noch stehen die frischen, duftenden Fichten, Tannen und Kiefern im Forst. Doch nun ist es Zeit die künftigen Weihnachtsbäume von erfahrener Hand schlagen zu lassen und sie dann auf dem Forsthof, am Ferchesarer Weg 4 zum Verkauf anzubieten. Der Verkauf der frisch geschlagenen Weihnachtsbäume aus dem Rathenower Stadtforst findet in diesem Jahr in der Zeit vom 05.12.2017 bis zum 23.12.2017 statt. Geöffnet haben wir Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr und Samstag von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Auch in diesem Jahr findet unter Federführung des Tourismusvereins Westhavelland wieder die nun schon traditionelle Rathenower Waldweihnacht statt. Am 16.12. und17.12. heißen wir Sie am Forsthaus Riesenbruch wieder herzlich willkommen. Der Verkauf der Weihnachtsbäume richtet sich an diesen beiden Tagen nach den Öffnungszeiten der Veranstaltung. In diesem Jahr wird es eine wesentliche Änderung in der Verkehrsführung geben. Vom Hopfensteig bis zum Forsthaus wird der Ferchesarer Weg als Einbahnstraße ! ausgewiesen. Von dort aus wird der Verkehr bis zum Havellandradweg und dann wieder zurück in Richtung Rathenow geführt. Mit dieser Lösung wollen wir versuchen, die sehr unübersichtliche Situation bei der An-und Abreise zu entschärfen. Es würde uns natürlich noch mehr freuen wenn sie den Weg zu uns per Shuttlebus, zu Fuß oder per Rad finden würden. Vielleicht wird es ja winterlich und da ist ein schöner Waldspaziergang nur zu empfehlen.

Sturmschäden im Rathenower Stadtforst

Vorsicht ist derzeit bei einem Besuch des Stadtforstes geboten. Durch den Sturm am 05. Oktober sind nach ersten Einschätzungen über 2500 fm zum Teil sehr starkes Holz in Mitleidenschaft gezogen worden. Große Bereiche des Waldes werden auf absehbare Zeit nicht begehbar sein. Die Besucher werden gebeten, nicht die öffentlichen Wege zu verlassen und vor allem nicht auf den geworfenen Bäumen herum zu klettern. Dies ist Lebensgefährlich ! Die Aufräumarbeiten haben unmittelbar nach dem Sturm begonnen und sind in vollem Gange. Dennoch wird es bis weit ins neue Jahr dauern die umfangreichsten Schäden zu beseitigen und das Holz einer wirtschaftlichen Verwendung zu zuführen. Bisher sind viele Anfragen nach Brennholznutzung eingegangen. Jedoch ist es derzeit nicht verantwortbar Holzwerber in die betroffenen Bereiche zu lassen. Bitte etwas Ruhe bewahren, es ist genug Brennholz für alle Interessenten da. Den Förster können Sie HIER kontaktieren. An dieser Stelle gleich noch der wohlgemeinte Hinweis, dass die Entnahme von Nutz- und Brennholz ohne Genehmigung des Eigentümers den Straftatbestand des Diebstahls erfüllt und seitens der Stadt Rathenow zur Anzeige gebracht wird.

Pilzzeit

Der Maronenröhrling ist derzeit sehr häufig im Rathenower Stadtforst zu finden. Ob gebraten, gekocht oder getrocknet gilt er als sehr schmackhafter Speisepilz. Beim Pilze sammeln sollte jedoch einiges beachtet werden. Am wichtigsten ist wohl der Hinweis, dass nur zum Verzehr geeignete Pilze gesammelt werden,  die man genau kennt. Alle anderen Pilze sollte man stehen lassen, denn sie dienen den Waldtieren als Nahrung. Wichtig zu wissen ist, dass nur so viele Pilze gesammelt werden dürfen, wie für den Hausgebrauch üblich. Im Allgemeinen ist dies ein Spankorb voll. Entgegen der häufigen Meinung, dass man zum Pilze sammeln ausnahmsweise mit dem Auto in den Wald fahren darf, sei noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen: Das Befahren der Wälder mit dem Auto oder Moped ist untersagt. Wer jedoch zu Fuß oder mit dem Fahrrad den Weg in den Rathenower Stadtforst findet ist herzlich für einen ausgiebigen Spaziergang oder eine Pilzsammeltour willkommen.

 

Frühling im Stadtforst

Gänseblümchen, Löwenzahn und erste Veilchen recken sich der wärmenden Frühlingssonne entgegen. Buchfink, Gimpel und Rotkehlchen sind von ihrer langen Reise aus dem Süden zurück gekehrt. Die Knospen an Bäumen und Sträuchern werden dick und prall und warten nur darauf endlich aufzuspringen und frisches Grün entstehen zu lassen. Nun ist er endlich da - der Frühling! Auch für unsere Forstleute gibt es einiges zu tun. Derzeit werden in verschiedenen Bereichen des Stadtforstes junge Bäume gepflanzt. Zum einen um den Wald zu verjüngen, zum anderen aber auch um für einen ausreichenden Nachschub an Weihnachtsbäumen für unsere Rathenower Bürger zu sorgen. Die Sonne der letzten Tage führte aber auch dazu, dass das abgestorbene Gras des letzten Jahres sehr trocken geworden ist. Achtung besonders im März besteht bei sonnigem Wetter eine sehr hohe Waldbrandgefahr! Bitte achten Sie deshalb auf die veröffentlichten Waldbrandwarnstufen.

Holzeinschlag und Brennholzwerbung

In mehreren Forstabteilungen sind im Winter Holzeinschlagsarbeiten durchgeführt worden. Zumeist handelte es sich hier um das Räumen der Schirme über neu gepflanzten Bäumen. So auch am Fernradwanderweg "Havelland"( linkes Bild ). Hier wurde die über der Eiche stehende Kiefer geräumt. Die verbliebenen Eichen sind groß genug um nicht vom Wild verbissen zu werden und benötigen, um weiter gut wachsen zu können nun mehr Licht und Platz. Deshalb wurden die alten Kiefern gefällt. Diese forstliche Maßnahme nennt man Voranbau. Nach den Einschlagsarbeiten haben die Mitarbeiter des Stadtforstes in der Fläche noch eine Jungwuchspflege durchgeführt und hierbei bedrängende Birken und Kiefern zwischen den jungen Eichen entfernt.

Auch am Dreieck Semliner/Breitscheidstraße sind die alten Kiefern entnommen worden. Hier war eine Erkrankung der Bäume der Grund. Der verbliebene Ahornbestand sollte aber die entstandenen Lücken bald wieder schließen und kann sich aufgrund der besseren Platz- und Lichtverhältnisse besser entwickeln. Das verbliebene Holz auf der Fläche können Selbstwerber gern als Brennholz erwerben. Bitte hierzu den Förster kontaktieren.