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Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz Gewährung für Entschädigung bei Verdienstausfall

Kurztext

  • Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz Gewährung für Entschädigung bei Verdienstausfall
  • Wer aufgrund von Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz nicht mehr arbeiten darf und deshalb einen Verdienstausfall hat, kann eine Entschädigung beantragen
  • Bei Arbeitnehmern wird diese bis zu 6 Wochen durch den Arbeitgeber gezahlt
  • Nach den 6 Wochen zahlt dies das LAVG in Höhe des Krankengeldes
  • Selbstständige erhalten die Erstattung direkt durch das LAVG
  • Antrag notwendig
  • zuständig: Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG)

Teaser

Sie dürfen aufgrund des Infektionsschutzes nicht mehr arbeiten und haben dadurch einen Verdienstausfall? Erfahren Sie hier, wie Ihnen der Verdienstausfall erstattet wird.

Volltext

Wenn Sie aufgrund einer Anordnung des Gesundheitsamtes in Quarantäne geschickt oder mit einem Tätigkeitsverbot belegt wurden, haben Sie Anspruch auf Entschädigung Ihres Verdienstausfalls.

Wenn Sie eine alternative Tätigkeit ausüben oder von zu Hause arbeiten (Homeoffice), haben Sie keinen Anspruch auf Entschädigung.

Die Entschädigung hängt von Ihrem Verdienst ab.

Für Arbeitnehmer/ Arbeitnehmerinnen gilt:

Für die ersten 6 Wochen erhalten Sie die Entschädigung direkt von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Arbeitgeberin in Höhe Ihres bisherigen Nettoentgeltes. Auch das Kurzarbeitergeld wird dabei berücksichtigt.

Ab der 7. Woche ist der Antrag auf Entschädigung vom Ihnen selbst zu stellen. Das LAVG zahlt die Entschädigung in Höhe des Krankengeldes.

Zuschüsse von Ihrem Arbeitgeber oder Ihrer Arbeitgeberin werden bei der Berechnung abgezogen.

Haben Sie während des Tätigkeitsverbots einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, erhalten Sie dieses anstelle einer Entschädigung von der Agentur für Arbeit. 

Für Arbeitgeber/ Arbeitgeberinnen gilt:

Sie müssen die Entschädigung an Ihre Beschäftigten auszahlen. Sie können sich die gezahlten Beträge vom LAVG erstatten lassen.

Die Beiträge zur Renten-, Pflege-, und Krankenversicherung können Ihnen ebenfalls erstattet werden.

Sie können auch einen Vorschuss beim LAVG erhalten.

Wichtig ist, dass sie einen entsprechenden schriftlichen Antrag stellen.

Für Selbstständige gilt:

Sie erhalten die Erstattung direkt vom LAVG.

Für die Berechnung wird Ihr letzter Jahresgewinn berücksichtigt. Dieser wird durch 12 geteilt.

Beiträge zur Renten-, Pflege-, und Krankenversicherung können Sie sich erstatten lassen.

Sie erhalten die Entschädigung monatlich rückwirkend zum 1. des Monats. Beispielsweise würden Sie die Entschädigung für März am 1. April erhalten.

Sie können auch einen Vorschuss beantragen.

Für Heimarbeiter/ Heimarbeiterinnen gilt:

Anders als bei den Selbstständigen wird Ihr durchschnittliches monatliches Einkommen für die Berechnung berücksichtigt.

Erforderliche Unterlagen

Bei Arbeitnehmern/ Arbeitnehmerinnen:

  • Nachweis über die Höhe des Arbeitsentgeltes 
  • Nachweis über abzuziehende Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung
  • Nachweis über gezahlte beziehungsweise nicht gezahlte Zuschüsse
  • Krankenscheine bei Krankschreibung
  • Bescheid über das Tätigkeitsverbot und dessen Aufhebung
  • Auszug aus Tarifvertrag über die Entgeltfortzahlung bei Arbeitsverhinderung

Bei Selbstständigen:

  • Bescheinigung des Finanzamtes über die Höhe des letzten Jahreseinkommens (oder betriebswirtschaftliche Auswertung / BWA des Steuerberaters)
  • Krankenscheine bei Krankschreibung
  • Bescheid über das Tätigkeitsverbot und dessen Aufhebung

Voraussetzungen

  • Sie unterliegen einem Tätigkeitsverbot oder
  • befinden sich in Quarantäne.
  • Sie haben einen Verdienstausfall und
  • Sie sind nicht arbeitsunfähig.

Kosten (Gebühren, Auslagen,etc.)

keine

Verfahrensablauf

Eine Entschädigung bei Verdienstausfall können Sie als Arbeitgeber/Arbeitgeberin oder wenn Sie selbständig tätig sind direkt online beantragen:    

  • Die angegebenen Daten und beigefügten Nachweise werden elektronisch an das LAVG übermittelt und anschließend im Online-Antrag gelöscht.
  • Das Entschädigungsverfahren wird vom LAVG durchgeführt.
  • Die Auszahlung wird durch das LAVG angewiesen und erfolgt direkt auf Ihre angegebene Kontoverbindung.
  • Per Post erhalten Sie vom LAVG einen Bescheid.

Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen müssen ab der 7. Woche selbst einen Antrag stellen.   

Alternativ können Sie sich auch das entsprechende Formular herunterladen, ausfüllen und postalisch oder per E-Mail an das LAVG schicken.

Bearbeitungsdauer

Bei Arbeitnehmern: Fälligkeit der Entschädigungsleistungen richtet sich nach Fälligkeit des Leistungsentgelts aus der bisherigen Tätigkeit   

Bei sonstigen Entschädigungsberechtigten: Entschädigung ist zu gewähren jeweils zum 1. eines Monats für den abgelaufenen Monat

Fristen

Antragsfrist bei einem Tätigkeitsverbot: innerhalb von 3 Monaten nach Beginn des Tätigkeitsverbots

Antragsfrist bei einer Quarantäne: innerhalb von 3 Monaten nach Ende der Quarantäne

Weiterführende Informationen

siehe Leistung „Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz Gewährung für Ersatz nicht gedeckter Betriebsausgaben“

siehe Leistung „Entschädigung nach dem  Infektionsschutzgesetz Gewährung für Verdienstausfallentschädigung sorgeberechtigter Personen“

Fachlich freigegeben durch

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz

Fachlich freigegeben am

19.06.2020

Zuständige Stelle

Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG)

Ansprechpunkt

Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und

Gesundheit (LAVG)

Wünsdorfer Platz 3

15806 Zossen (Ortsteil Wünsdorf)   

 

Bürgertelefon des LAVG: 0331-8683888 für Fragen zur Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

 

E- Mail: entschaedigung@lavg.brandenburg.de

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Zuständige Stellen und Formulare

Adresse:
Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit - Abteilung Gesundheit

Wünsdorfer Platz 3
15806 Zossen

Telefon: 0331 8683-801 (Prof. Dr. Kropp - Abteilungsleitung)
Telefax: 0331 8683-809

Webseite: gesundheit.office@lavg.brandenburg.de