Künstler Ernst Erz

Ernst Erz von der Vogelweiden hieß mit bürgerlichem Namen Oliver Muck, ist 1981 in Bad Belzig geboren und wuchs in Rathenow auf.

Der Hobbykünstler war im wahren Leben als Industriekletterer tätig.


“Ich möchte nichts malen, was es schon gibt. Das ist langweilig.“ hatte er oft gesagt und mit seiner außergewöhnlichen Kunst fasziniert.


In früheren Jahren beschäftigte er sich lieber mit Musik, Gesang und Klavier spielen, in einer Band und auch allein.

Nur für sich, im Verborgenen, beschäftigte er sich mit verschiedenen Zeichen- und Maltechniken. Sein verstorbener Freund und Künstler Christian Mielke ermunterte ihn jedoch zu mehr.

Eine gemeinsame Ausstellung und musikalische Auftritte ab Januar 2017 waren geplant.
 

Im Frühjahr 2017 ging er dann allein mit seinen Werken erstmals in die Öffentlichkeit und beteiligte sich an der Frühlingsgalerie in der Rathenower Innenstadt.

 

Im Dezember 2017 schloss sich Ernst Erz dem Karl-Mertens-Kunstverein an. Detlef Frenkel, der Leiter der Malgruppe, hat ihm viele neue Techniken gezeigt.

Ernst Erz hat sich in alle Richtungen ausprobiert. Inspiriert haben ihn schon früher der Jugendstil und der russische Maler Wassily Kandinsky. Deshalb findet man in seinen Bildern auch immer wieder dekorative fließende Linien, geometrische Formen und die Verwendung von symbolischen Gestalten, sowohl Menschen als auch Tiere und Fabelwesen.

 

Er hat sich an Gemeinschaftsausstellungen des Vereins beteiligt und Musikabende veranstaltet. Für seine verrückten Lieder, Texte, Bilder und Dioramen gab es oft keine Erklärungen, aber sie regten die Fantasie an, sorgten für Diskussionen oder brachten einen einfach nur zum Lachen.

 

Im Frühjahr 2018 gab es im Torhaus seine erste eigene Ausstellung zu sehen. Sie trug den Titel „Der abstrakte Oli aus West – Zwischenwelten und andere Betrügereien“. Die Bilder entstanden in Mischtechnik. Auch einige Plastiken wurden ausgestellt. Ernst Erz‘ Kunst ist expressionistisch und abstrakt. „Meine Werke möchte ich nicht groß erklären. Sie sollen zum Nachdenken anregen. Jeder soll sich seine eigenen Gedanken dazu machen, was er sieht.“ sagte der Künstler einmal in einem Zeitungsinterview.


Er verstarb im Sommer 2019 im Alter von 38 Jahren.

 

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