2015

Interkulturelles Spielcafe

Das Spielcafé richtet sich hauptsächlich an Bewohnende des ersten und zweiten Asylbewerberheims. Durch das Willkommensfest wurden gerade zum zweiten Heim am Grünauer Weg bereits enge Kontakte geknüpft. Die ersten Erfahrungen bestätigen: Durch die örtliche Nähe nutzen vorallem Bewohnende der Unterkunft am Grünauer Weg das Angebot. Das Interkulturelle Spielcafé soll für alle Asylbewerbende sowie anerkannte Flüchtlinge und Migrant/innen Rathenows eine Anlaufstelle sein. Ziel ist es, das sie Rathenower/inenn kennen lernen, soziale Kontakte knüpfen und eine Kultur des Willkommenseins erfahren. Kontakte mit Migrant/innen bauen Vorurteile ab und steuern auch präventiv diskriminierenden und rassistischen Strömungen entgegen. Es hat sich gezeigt, dass auch Familien mit Kindern dieses Angebot wahrnehmen. Eine Integration und Einbindung von ihnen ist ebenfalls Schwerpunkt. Gestützt wird das Projekt von Ehrenamtlichen mittleren Alters, die bereits beim Willkommensfest durch ihr wertvolles Engagement aufgefallen sind. Auch für sie ist das Spielcafé eine Bereicherung. Sie lernen Menschen anderer Kulturen und Religionen kennen.

 Träger: Evangelische Kirchengemeinde St.Marien Andreas Rathenow

 

"Ich kann nicht so gut deutsch"

In Rathenow kommen viele Flüchtlinge mit Kindern an. Insbesondere in der Scholl-Schule müssen sich die Kinder in den deutschen Schulbetrieb einfügen. Dafür sind Kenntnisse der deutschen Sprache elementar. Wir unterbreiten Kindern mit geringen Deutschkenntnissen ein Ferienangebot, bei welchem sie einerseits Deutschkenntnisse vermittelt bekommen anderseits aber auch einen Zugang zu ihrer neuen Heimatregion bekommen. Dadurch werden sie besser darauf vorbereitet, ihren Mitschüler/innen und anderen Menschen im Westhavelland zu begegnen. Zudem sind sie Multiplikatoren für ihre Eltern, denen der Zugang zur Gesellschaft noch schwerer fällt. Zielgruppe sind sowohl Grundschüler/innen als auch Vorschulkinder ohne Kita-Platz.

Träger: Bündnis f. Fam. Westhavelland / Diakonisches Werk Havelland e.V.

 

Internationale Begegnung

Mit dem Projekt "Internationale Bewegungen" setzen wir unsere langzeitige Zusammenarbeit mit unserem polnischen Partnerverein fort. Durch die Schaffung von Begegnungen mit unseren polnischen Gästen möchten wir pauschale Vorurteile gegenüber Ausländer abbauen. Durch die Unterbringung in Gastfamilien schaffen wir Begegnungen und fördern somit den regen Gedankenaustausch.

Träger: BSG Einheit Bamme / Gräningen e.V.

 

Stadt der Kinder 2015

Die Kinderstadt Rathenow ist ein Beteiligungs- und Partizipationsprojekt für Kinder im Grundschulalter. Organisiert wird eine jährlichen Bauphase, in der Kinder und Jugendliche selbstständig ihre Vorstellung von einer "Stadt der Kinder" umsetzen können. Die entstehenden Häuser werden für weiterführende Angebote genutzt, z.B. zur Vermittlung von Berufsbildern im Rahmen von Freizeit- und Ferienangeboten. Verschiedenen Generationen wird dort Gelegenheit geboten, mit- und voneinander zu lernen, Solidarität zu erleben und Demokratie einzuüben. Die Kinderstadt hat in diesem Jahr ihr fünftes Jubiläum. Da im Vorjahr ein Grundstück in der Stadt gefunden wurde, konnte die Kinderstadt einen dauerhaften Standort beziehen. Damit eröffnet sich die Chance, das Engagement der Kinder nachhaltig zu nutzen und die Kinderstadt in diesem Jahr zu erweitern.

 Träger: Kinderstadt Rathenow e.V.

 

Interkulturelle Veranstaltungen im Dorf

Wir wollen die dörfliche Gemeinschaft stärken, um ein gutes Miteinander zu erhalten und zu fördern. Die Veranstaltung ist ein Angebot sich zu treffen und miteinander zu kommunizieren. In der heutigen Zeit der großen Abwanderung ist es umso wichtiger, keinen vereinsamen zu lassen. Wir wollen auch den Stolz auf unser Dorf uns seine Aktivitäten erhalten und das Landleben interessanter und lebenswert gestalten.

Träger: Initiative Begegnungszentrum Großderschau e.V

 

Gründung eines Engagiertenrats

Wir möchten mit dem Projekt das Ehrenamt im Verein stärken, sowie auch die Anerkennung dessen. Eine neue Beteiligungsstruktur soll über den Beteiligungsprozess erarbeitet werden. Ehrenamtler, bereits aktive und auch neue gewonnene, können maßgeblich den Prozess und auch das Vereinsleben mitgestalten und entscheiden. Nach dem Projekt haben sie eine eigene Stimme im Verein.

Träger: Red Eagles Rathenow e.V.

 

Kompetentes Ehrenamt  

Mit der Weiterführung des im Jahr 2013 gestarteten und durch den Lokalen Aktionsplan Westhavelland geförderten Projektes "Kompetentes Ehrenamt-Weiterbildung für Ehrenamtliche" wollen wir auf diese bereits erfolgreichen Erfahrungen und Ergebnisse aufbauen. Auch zukünftig wollen wir Ehrenamler/innen bedarfsorientierte Weiterbildungsangebote unterbreiten, die dazu dienen sollen, dass Ehrenamtler in Vereinen /Projekten/Initiativen ihre Zielgruppen noch besser erreichen, sich noch besser organisieren und zur Gestaltung weitergehender, attraktiver Angebote motivieren, die eine vielfältige Kultur des Zusammenlebens fördern und Begegnungen möglich machen. Alle Menschen, die sich vor Ort für ein friedliches, tolerantes, demokratisches, gleichwertiges und weltoffenes Zusammenleben aller Bewohnerinnen und Bewohner einsetzen, sollen durch diese Bildungsangebote unterstützt werden.

Träger: Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH

 

Konzert Wolgakosaken / Gesprächsangebote zur Geschichte und Kultur der Kosaken

Die Veranstaltung dient zur Information der Bevölkerung über die schwierige Geschichte der Kosaken zu allen Zeiten in Russland. Ein Beispiel dafür, wie ein Volk in die Geschichte getrieben wurde. Geplant ist ein Vortrag zu deren Geschichte und im Anschluss ein Konzert mit Musik der Wolgakosaken unter der Leitung von Herrn Romanow. Nach dem Konzert gibt es die Möglichkeit in einem lockeren Rahmen Eindrücke und Meinungen auszutauschen. Ziel ist es über die Musik und die Gespräche mehr Verständnis und Toleranz zu wecken. Anderseits soll mit diesem Event ein weiterer kultureller Akt in unserem Dorf gestaltetet werden.

Träger: Förderkreis Kirche Hohennauen e.V.

 

Förderung der Willkommenskultur in Nauen

Nauen fiel in der Vergangenheit insbesondere durch viele Anti-Asyl-Aktionen und rechtsextremistische Veranstaltungen im öffentlichen Raum auf, obwohl das angekündigte Heim noch nicht mal gebaut ist. Der rechten Szene ist es gelungen, das Thema "Asyl" zu benutzen, um unzufriedene Bürger_innen zu instrumentalisieren und bestehende Vorurteile zu nutzen. Trotz dieser schwierigen Situation haben sich verschiedene Willkommensinitiativen gebildet, die sich in verschiedenen Bereichen engagieren. In Nauen fehlt es insbesondere an einer Koordination für diese Initiativen, die Gefahr laufen, Parallelstrukturen zu schaffen. Zum einen nehmen die Verunsicherung in der Bevölkerung und die Falschinformationen hinsichtlich der Unterbringung und der Versorgung der Flüchtlinge weiter zu. Die NPD und die freien Kräfte nutzen diese Situation um für ihre Zwecke die Bevölkerung zu mobilisieren. Zum anderen wächst bei den Einwohner/innen von Nauen auch das Bedürfnis auf eine bessere Information und mehr Fakten. Eine gute Informations- und Aufklärungsarbeit ist somit für den Aufbau einer Willkommenskultur in Nauen grundlegend. Die Koordinierung der Willkommensinitiativen in Nauen wird interessierte Ehrenamtliche in bestehende Strukturen begleiten.

Träger: Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.

 

Förderung der Willkommenskultur in Rathenow

Die Stadt ist seit den 90er Jahren Standort eines Übergangsheimes. 2015 eröffnete ein weiterer Standort, im September wird eine Notunterkunft in einem ehemaligen Industrieverwaltungsgebäude eingerichtet. Insbesondere kleine Initiativen sollen die Möglichkeit bekommen, eine Unterstützung für Projekte und Aktionen mit geflüchteten Menschen zu erhalten.

Träger: Evangelische Kirchengemeinde St.Marien Andreas Rathenow

 

Unterstützung der Willkommenskultur in Premnitz

Auch die Stadt Premnitz nimmt seit 2014 Flüchtlinge auf. So leben aktuell ca. 180 in der Stadt. Unser Verein unterstützt Flüchtlinge aktiv bei der Integration, wir engagieren uns auch in der Flüchtlings-Steuerungsgruppe der Stadt. 

Träger: Deutsch-Französische Gesellschaft Premnitz e.V.

 

Förderung der Willkommenskultur in Friesack

Seit Ende 2013 beschäftigt sich in Friesack eine ehren- und hauptamliche Gemeinschaft mit der Integration und Unterbringung von Geflüchteten in drei Wohnheimen. Insbesondere kleine Initiativen sollen die Möglichkeit bekommen, eine Unterstützung für Projekte und Aktionen mit geflüchteten Menschen zu erhalten.  Asylsuchenden soll beispielsweise die Möglichkeit gegeben werden sich über das Internet selber mit Informationen zu Anträgen zu versorgen.

Träger: AWO Betreuungsdienst gGmbH

 

Raum für Gedanken / Nauen

Ein mobiles Wohnzimmer wird für zwei Tage im öffentlichen Raum in Nauen aufgebaut, um Menschen die Gelegenheit zu bieten, ihre Gedanken zu Thema Flucht, Asyl und Nachbarschaft auf einer elektrischen Schreibmaschine zu Papier zu bringen. Von den Beteiligten werden auf Wunsch fotografische Portraits angefertigt. An einem weiteren Tag wird das Projekt in einer Bildungseinrichtung durchgeführt, um auch speziell Schülern und Studenten die Gelegenheit zum Gedankenaustausch zu bieten. Ziel ist eine lebendige Diskussion zum Thema Flüchtlingszuwanderung in Bildungseinrichtungen und Orten, in denen neue Unterbringungen von Flüchtlingen bestehen oder geplant werden im Hinblick auf die Sensibilisierung der Bevölkerung sowie Auseinandersetzung und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung zum Thema Interkulturalität. Durch Austausch und Verbalisierung wird Ängsten und Vorurteilen und einer Thementabuisierung entgegengetreten; durch künstlerische und öffentliche Aufbereitung bzw. Präsentationen der gesammelten Materialien in Form einer Ausstellung wird den Menschen und ihren Meinungen eine Wertschätzung entgegengebracht.

Träger: Fabrik e.V. Potsdam

 

"Gemeinsam was bewegen" - Schulratsseminar

Die Schüler der Schülerräte wissen um ihre Aufgaben und Mitbestimmungsmöglichkeiten im Schulalltag und haben Interesse ihre Aufgaben wahrzunehmen und sich zu beteiligen. Die Mitglieder des Schülerrats lernen sich genauer kennen und wollen und können als Gruppe zusammenarbeiten. Die Schülerräte der Bürgelgesamtschule und des Jahngymnasiums kennen sich und haben Interesse gemeinsam Projekte durchzuführen. Die Schülerräte haben einen Projekt- und Jahresarbeitsplan erstellt, nach dem sie arbeiten wollen.

Träger: Verein der Freunde und Förderer des Friedrich-Ludwig-Jahn Gymnasium

 

Interkulturelle Backwerkstatt

Die Kinder der geflüchteten Familien besuchen die Schulen im Milower Land. Einige Kinder aus den geflüchteten Familien haben schon Kontakte in die Jugendeinrichtungen geknüpft und beteiligen sich an Angeboten. Mit diesem Projekt möchten wir den Kindern eine Möglichkeit geben, sich noch intensiver kennen zu lernen und über die Backwerkstatt ins Gespräch zu kommen. Dabei sollen interkulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Vordergrund stehen, z.B. Feiertage in den Kulturkreisen, Ess- und Kochgewohnheiten (z.B. Warum essen Muslime kein Schweinefleisch? Was wird zu Weihnachten gefeiert?). Die Kinder und Jugendlichen sollen einen Raum bekommen um ihre Fragen zu stellen, voneinander zu lernen und Vorurteile abzubauen. Einige Kinder aus dem Jugendklub in Milow kommen aus sehr vorurteilsbelasteten Familien. Diesen Kindern möchten wir die Möglichkeit geben, Neues kennenzulernen und Ängste abzubauen. Zu dem abschließenden gemeinsamen Essen werden auch die Familien und Freunde der Kinder eingeladen.

Träger: Outlaw gGmbH

 

Friesacker Gespräche

Ursprünglich entstand das Projekt aus der Nachfrage der Geflüchteten im Übergangswohnheim Friesack nach Unterstützung im Erlernen der Deutschen Sprache. Neben dem professionellen Deutschunterricht, wird so eine Art Nachhilfe bzw. Übung angeboten. Das Angebot wird von Friesacker Bürgern - ehrenamtlich - , unterschiedlichster Qualifikationen durchgeführt. Mit der Zeit hat sich eine Gruppe von durchschnittlich 20 Personen zusammengefunden. Die Teilnehmerzahl variiert ständig. Die Vorkenntnisse der Geflüchteten sind sehr unterschiedlich. Neben der Unterstützung der Geflüchteten in der Sprache, soll das Projekt zum großen Teil auch dem Erfahrungsaustausch der Beteiligten dienen, sowie der Vernetzung zu weiteren Beteiligten. Gemeinsame kulturelle Ausflüge, aber auch das einfache Gespräch zwischen Geflüchteten und Friesacker Bürgern, sollen ein "gemeinschaftliches Klima" fördern. Nicht zuletzt auch die "Mundpropaganda" über positive gemeinsame Erlebnisse sollen weitere Friesacker Bürger anregen, sich an einem "Miteinander" zu beteiligen.

Träger: Verein der Freunde und Förderer der Kooperationsschule Friesack

 

Gemeinsam leben und trommeln

Die AG Trommeln der Kooperationsschule bietet schon seit Beginn des Schuljahres 2015/16 Asylbewerbern die Teilnahme an dieser AG an. Dieses Angebot wird bisher von zwei Personen genutzt. Um eine bessere Teilhabe am Gemeinschaftsleben in Friesack zu fördern, die Möglichkeit eines Miteinander auszubauen, ist diese Projektidee am Runden Tisch entstanden. Bei diesem Projekt wird zuerst ein gemeinsamer Trommelkurs von Friesacker Bürgern, Asylbewerbern und Lehrern von einem professionellen Trommllehrer durchgeführt. Die Kenntnisse und Fähigkeiten werden in der Trommelarbeitsgemeinschaft der Kooperationsschule an die Kinder und Teilnehmer weitergeben. Anschließend werden beide Gruppen miteinander verbunden, um als Ganzes bei öffentlichen Veranstaltungen im Friesacker Raum auftreten zu können. 

Träger: Verein der Freunde und Förderer der Kooperationsschule Friesack

 

Vis-lam-Vis

Religion ist in Brandenburg eine schwach verbreitete Angelegenheit. Der Christianisierungsgrad beträgt ca. 20%, somit kommt dem Religiössein in Brandenburg eher ein Randgruppencharakter zu. Als noch weltfremder wird er Islam betrachtet. Zwar kommen mit den Flüchtlingen auch Muslime in die Region, jedoch wirken sie noch befremdlicher als Christen - gar Angst einflößend. Zwei achte Klassen möchten den Islam direkt treffen, sich vis-a-vis ein Bild von Menschen machen, für die es normal ist, fünf mal am Tag zu beten, einen Monat im Jahr tagsüber nichts zu essen und zu trinken, mindestens einmal im Leben nach Mekka zu pilgern, gegenüber anderen wohltätig zu sein und an keinen Gott neben Allah zu glauben und täglich zu bestätigen, dass Mohammed sein Gesandter ist. Im direkten Kontak möchten sie mit Experten des Islam ins Gespräch kommen, um die Fragen, die sie im Unterricht erarbeitet haben mit denen zu besprechen, die am besten darüber Auskunft geben können.

Träger: Förderverein der Bürgelschule Rathenow e.V.

 

"Improving your cross-cultural knowledge"

Flüchtlingsfamilien müssen sich neben all ihren anderen Problemen auch der Herausforderung stellen, sich in der fremden deutschen Kultur zurechtzufinden. Ob ihre Integration gelingt, wird auch davon abhängig sein, ob sie Sozialarbeiter, Familienhelfer, Erzieher, Lehrer oder auch Ehrenamtler dabei mit interkultureller Kompetenz unterstützen können. Viele der kulturellen Differenzen sind subtil und erst mit geschultem Blick wahrnehmbar. Dies betrifft Unterschiede in den Erwartung an Lehrer oder Erzieher, einen anderen Umgang mit Zeit, andere Werteprioritäten ebenso, wie die Art Kritik oder Wünsche auszudrücken oder die Vorstellung von der Rolle von Frauen. Dieses Seminar zielt auf eine systematische Bewusstmachung der wichtigsten Kulturdimensionen in ihren möglichen Ausprägungen mit dem Ziel, durch kompetente soziale und pädagogische Begleitung Flüchtlingsfamilien die kulturelle Integration in Deutschland erleichtern zu können.

Träger: Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH

 

Stammtischparolen

Die Stimmung verändert sich. Pegida & Co. haben populistische und fremdenfeindliche Argumente und Positionen salonfähig gemacht. Diese Situation ist sehr gefährlich, da bestimmte Argumentationslinien den ersten Schritt in rechtsextremes Gedankengut und Ideologien darstellen. Beispielweise werden dadurch Ressentiments gegenüber Bevölkerungsgruppen, wie Ausländern, geschürt und verfestigt. Jeder von uns kennt aus seinem direkten Umfeld Aussagen wie "die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg", "die meisten von denen sind ja kriminell" oder "die kriegen alles, während unsereins ständig zurückstecken muss".

Träger: Diakonisches Werk Havelland e.V.

 

Kultur auf dem Lande

Wir möchten zum 1. Advent ein Konzert in unserer "Kolonistenkirche" anbieten. "Intermezzo", ein Gospelchor wird unser Dorf in die Vorweihnachtszeit einführen. Gerade in dieser Zeit ist das Teilen mit Benachteiligten ein großes Thema für die Menschen. Die aktuellen Terrorangriffe in Frankreich machen allen Menschen viel Angst. Dieses Zusammenkommen bietet die Plattform für viele Gespräche. Die neue Situation in Deutschland mit dem großen Zustrom an Flüchtlingen kann besprochen werden und die Chancen, die daraus erwachsen müssen allen klar gemacht werden. Was können wir persönlich tun, um zu helfen?

Träger: Initiative Begegnungszentrum großderschau e.V.

 

Umwelt baut Brücken

Die Hauptziele des Projektes sind die Förderung der Gestaltungskompetenz von Jugendlichen, die Stärkung der interkulturellen Kompetenz, die Stärkung der Medienkompetenz und Leseförderung, die Heranführung, von Jugendlichen an aktuelle Umweltthemen und die Schärfung des Umweltbewusstseins. Die Schüler/innen sollen im Anschluss an das Projekt nachhaltig Denken und Handeln. Sie sollen in die Lage versetzt werden, Entscheidungen für die Zukunft im globalen Rahmen zu treffen und dabei abschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltreligionen auswirkt.

Träger: Verein der Freunde und Förderer des Friedrich-Ludwig-Jahn Gymnasium

 

Interkulturelles Weihnachtsfest für Familien in Rathenow

Für die Familien mit und ohne Migrationshintergrund aus der Stadt Rathenow, die über ein geringes haushaltseinkommen verfügen, ist für den 14. Dezember 2015 ein gemeinsames Weihnachtsfest geplant. Ziele des interkulturellen Weihnachtsfestes sind die Schaffung einer Willkommenskultur für Familien mit und ohne Migrationshintergrund sowie der Austausch von verschiedenen Kulturen und Nationen. Dabei stehen Familien mit einem engen finanziellen Spielraum im Fokus. Das Vorhaben begegnet auch eventuellen Vorbehalten und Ängsten und trägt so zum offenen Umgang mit fremden Kulturen bei. Die Teilnehmer/innen sind Familien (Mütter, Väter und deren Kinder) sowie Jugendliche und Heranwachsende aus verschiedenen Kulturkreisen mit unterschiedlicher Religion, darunter Muslime, Christen (orthodox, katholisch oder evangelisch), Buddhisten und Migranten sowie Menschen mit anderen Glaubensrichtungen.

Träger: AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

 

"Unser Rathenow. Füreinander - Miteinander"

Die Menschen im Westhavelland fühlen sich abgehängt. Geringe Löhne, trotz glänzender Konjunktur, viele Sozialhilfekarrieren, die z.T. von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Nun kommen fremde Menschen, die scheinbar vom Staat bevorzugt behandelt werden. Das Demokratie aber nicht das an der Wahlurne manifestierte Delegieren von Verantwortung nach oben ist und sich selbst dann zur Ruhe setzen können, ist in Rathenow vielleicht falsch verstanden? Ist Demokratie nicht die Einmischung in die eigenen Angelegenheiten? Stattdessen wollen viele dicht machen, Werte wie Menschlichkeit und Nächstenliebe auf Deutschsein beschränken? Müssen sie zu Gelegenheiten motiviert werden, bei denen man sich aktiv einbringen kann, konstruktive Lösungen suchen?! Wir wollen es versuchen und nach den vielen Abwehrreaktionen gegen Veränderungen, einen Ort des Füreinenders und Miteinanders schaffen, der die Gelegenheit bietet, Menschen zu treffen, die sich einbringen und damit erfolgreich sind und Mensch die kommen - mit denen gemeinsam und für die man sich engagieren kann, um die Unsicherheit aktiv anzugehen.

Träger: Evangelische Kirchengemeinde Sankt-Marien-Andreas Rathenow

 

Interkulturelles Fußballturnier

Als Ziel hat die Initiative die Aufklärung der Bürger/innen in Nauen hinsichtlich einer offenen und toleranten Flüchtlingspolitik in Nauen. So hat sie bisher verschiedene Diskussionsveranstaltungen organisiert, z.B. zur Flüchtlingsunterbringung im Havelland und zur politischen Lage in Syrien und ruft regelmäßig zu Demonstrationen gegen Veranstaltungen der NPD und anderer rechten Kräfte auf. Bei einer Demonstration wurde durch die Teilnehmer/innen der Wunsch geäußert, ein interkulturelles Fußballturnier in Nauen zu veranstalten. An diesem Fußballturnier werden 8 Mannschaften aus dem gesamten Havelland teilnehmen. Es werden zu diesem Turnier insbesondere Mannschaften eingeladen, die mit Flüchtlingen gemeinsam trainieren und dann auch antreten. Es ist wichtig, Ihnen die Möglichkeit zu geben, positive Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus soll durch dieses Turnier eine gute Zusammenarbeit mit dem VfL aufgebaut werden.

Träger: Mikado e.V./ Willkommensinitiative "Nauen für Menschlichkeit"

 

Konzert "Storm und Wasser"

Seit Jahren das Extremste, was man unter der Bezeichnung "Liedermacher" finden kann, halten die Damen und Herren von Strom & Wasser nicht nur durch ihre brilliante Musik, ihren hohen Gute-Laune Faktor und der wilden Mischung aus Politik, Party und anspruchsvollen Texten das Konzertpublikum im Bann - auch ihre politischen Aktionen sind spektakulär. Flüchtlinge leben in Deutschland meist abgeschottet in eigens dafür eingerichteten Heimen. Ihr Leben findet im Verborgenen statt. Der Musiker der Band "Strom und Wasser" hat sich zur Aufgabe genommen dies zu ändern und holt sie ins Rampenlicht. Ein weiteres Ziel was wir mit diesem Projekt erreichen wollen, ist die Aufklärung der Bürger/innen in Nauen hinsichtlich einer offenen und toleranten Flüchtlingspolitik in Nauen.

Träger: Mikado e.V./ Willkommensinitiative "Nauen für Menschlichkeit"