Rumänien
Mit den Kindern aus Rumänien begann der Weg der halben Sonnen durch die ganze Welt.
Seit 2 Jahren hat die Kita " Spatzennest" eine Patenkita Im rumänischen Apfeltal.
Manuela Neubüser hat diesen Kontakt für uns hergestellt und ist unsere " Verbindungsfrau".
Am 1.Juni feiern unsere Kinder nun ihren Kindertag auf ganz besondere Weise. Wir verbinden diesen Tag mit Aktionen,von deren Erlös wir dann Dinge einkaufen die unsere Freunde im Apfeltal dringend benötigen. Zahnbürsten - Haarwäsche- eine Badematte und natürlich auch Gummibärchen.
Als Dankeschön sendeten uns die Kinder selbstgemalte Bilder und Fotos.Wir haben uns sehr darüber gefreut und uns alles ganz genau angesehen. Da gab es andere Dinge als bei uns. Die Häuser sehen anders aus und auf der Straße stand ein Pferdefuhrwerk. Doch plötzlich rief Pia ganz freudig überrascht : " Aber die Sonne sieht genauso aus wie bei uns !"
Plötzlich war Stille im Raum, bis Bela mit tiefer Stimme meinte:" Es gibt doch nur eine Sonne, die ist doch überall gleich!"
So kamen wir auf die Idee,das zu malen was wir gemeinsam sehen- unsere SONNE.
Zusammen mit unserem Paket verstaute Manu alles in ihrem Hilfstransporter und machte sich zwei Tage später auf den Weg nach Rümänien.
Für uns begann die Zeit des Wartens. Wir hatten mit Manu verabredet, wenn die Kinder im Apfeltal unsere Sonnen erhalten,dann sollte bei uns das Telefon klingeln und wir wollten alle gemeinsam zur Sonne schauen, ein Sonnenlied singen und an unsere Freunde denken.
Die Zeit bis dahin vertrieben wir uns, in dem wir antworten auf viele Fragen suchten.
Sehen wir die Sonne von vorn und die Kinder im Apfeltal von hinten?
Wo ist die Sonne, wenn wir sie nicht sehen?
Warum ist die Sonne im Sommer wärmer als im Winter?
Die Beantwortung dieser Fragen würde eine eigene Hompage füllen :-).
Endlich klingelte,nach 3 Tagen,das Telefon. Jacken an und raus auf den Spielplatz. Die Sonne strahlte vom Himmel und wir strahlten mit. Jetzt, genau in diesem Augenblick standen Kinder ebenso wie wir, draußen unter der Sonne und dachten an uns. Sie leben anders als wir,singen ihr Sonnenlied in einer anderen Sprache und spüren dennoch die gleiche Wärme im Gesicht wie wir.
Es war für uns alle ein eigenartiges Gefühl, uns nicht sehen zu können und dennoch das gleiche Gefühl der Verbundenheit zu haben.
Ein Kind( ich weiß wirklich nicht mehr wer es war) brachte es in einem Satz zum Ausdruck: " Mir ist ganz warm- so innen."
Schöner kann ein Gefühl nicht sein.
Dann war endlich der Tag gekommen, an dem Manu aus dem Apfeltal zurück kam und uns besuchte. Ob wohl Sonnen die unsere rumänischen Freunde gemalt hatten dabei waren ?
Wir staunten nicht schlecht, als Manu die vielen Malblätter auspackte. Was hatten die Kinder getan ? Auch sie hatten Sonnen gemalt. Aber sie hatten ihre und unsere Sonnen durchgeschnitten und neue Sonnen zusammengesetzt aus einer Hälfte die wir gemalt hatten und der anderen Hälfte, die sie gemalt hatten.
HURRA - nun hatten wir gemeinsame Sonnen.
Am nächsten Tag klebten wir auf unserer Weltkarte eine Sonne auf das weit entfernte Land Rumänien.
Und wieder war es Bela der verwundert sagte : " Aber es gibt ja noch viel mehr Länder wo auch Kinder leben!"
In diesem Moment war unser Projekt geboren.






