Göttlin

Einwohner (Stand 30.09.2017): 442

 

Ortsbürgermeister: Joachim Klenke

 

1373 erwarb Kaiser Karl IV. aus dem Geschlecht der Luxemburger die Mark Brandenburg. Nach seinem Tod 1378 erhielt sie sein Sohn Sigismund, der spätere deutsche Kaiser und König von Ungarn. Das Land Jerichow war bereits 1354 wieder an den Erzbischof von Magdeburg gekommen. Die Burg Schollene gehörte um diese Zeit (etwa 1350) den Herren von Rosenberg. Die Burg Buckow, am linken Havelufer zum Schutz des Rathenower großen Kietzes gelegen, gehörte Hermann von Treskow, dem Stammvater der weit verzweigten Treskow-Sippe im Elbe-Havel-Winkel. Keinem von beiden waren die Dörfer Göttlin und Grütz zugehörig. Wahrscheinlich konnten sich beide Orte noch bis 1381/82 als freie Gemeinden betrachten.

1381/82 wird Göttlin erstmals urkundlich in den Lehnbüchern der Erzbischöfe von Magedeburg erwähnt.

Aus dem archäologischen Fachgutachten zum Flächennutzungs- und Bebauungsplan der Gemeinde Göttlin geht jedoch hervor, dass 23 geschützte archäologische Bodendenkmale auf dem Territorium der Gemeinde Göttlin bekannt sind und auf eine wechselreiche Besiedlung seit der Jungsteinzeit (etwa 3000 bis 1500 Jahre v.u.Z.) schließen lassen.

So finden wir an der Havel mehrere unbefestigte Siedlungen aus der Jungsteinzeit (typische Hinterlassenschaften: Steinbeile, Feuersteingeräte, Keramik).

Seit 2002 ist Göttlin ein Ortsteil der Kreisstadt Rathenow. Gelegen an der Havel, bietet sowohl Göttlin als auch die nähere Umgebung eine willkommene Abwechslung zum städtischen Leben. Ein idealer Platz zum Leben und Entspannen.