Frau Harke-Sagenpfad

Frau Harke-Wegmarke in Garz

Der Frau Harke-Sagenpfad hat seinen Ursprung im sachen-anhaltinischen Elb-Havel-Winkel, im Erholungsort Kamern.

 

Frau Harke ist die Schutzpatronin des Elb-Havel-Winkels und des Havellandes.

Sie ist aus vorchristlicher Zeit auch als Frigga, Freia, Frau Herke und Holle überliefert.

 

Der Sage nach ist der Winkel zwischen Elbe und Havel von eben dieser Sagengestalt erschaffen worden. Und da hätte sie ganze Arbeit geleistet. Die Landschaft der heutigen Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land ist geprägt von Flussniederungen, Seen, tiefen Wäldern und sanften Anhöhen, ein wahres Paradies.

 

Ausgangspunkt des Sagenpfades ist am Ortseingang von Kamern ein knorriger Baumrumpf, die "Hedernicke", der Sage nach ihr alter Spinnrocken, also der Stab, an dem beim Spinnen die noch unversponnenen Fasern befestigt werden. Diesen Spinnrocken hat Frau Harke in eben diesen Boden gepflanzt. Von dort geht es hinauf in die Kamernschen Berge bis zur Teufelskanzel (109 m), wo Frau Harke Recht über Mensch und Tier gesprochen haben soll.

 

Eine tolle Repräsentantin der Frau Harke in der Jetztzeit ist Ans Briesenick aus Molkenberg. Sie stammt aus Holland, ist eine wirklich charmante, sehr große Frau und schlüpft gern in die Rolle der Frau Harke.

 

Die gemeinnützige Kultur-Touristik-Vereinigung KULTOUR "Elb-Havel-Winkel" e.V. mit Sitz in Kamern und unter engagiertem Vorsitz von Günter Klam sieht sich u. a. der Bewahrung des Sagenschatzes der "Frau Harke-Saga" verpflichtet.

 

Teil zur Bewahrung des Sagenschatzes um Frau Harke ist der Sagenpfad, mit an markanten Punkten angelegten sogenannten Wegmarken. Dabei handelt es sich um künstlerisch-handwerklich herausragend gefertigte Rastpunkte entlang der Sagenrouten, die immer wiederkehrend das Motiv der Frau Harke aufgreifen. Das sind wahre "Premium-Knorpelschenken", die von Rastsuchenden gern angenommen werden und ein schlichtes "Willkommen" signalisieren.

 

Nach 13 errichteten Wegmarken auf dem Gebiet von Sachsen/Anhalt gibt es mittlerweile weitere richtig schöne Rastpunkte im Rathenower Ortsteil Steckeldorf (an der Kirche) sowie in Rathenow selbst (am Kino).

 

Der Grützer Heimatverein möchte auch Teil des Sagenpfades mit eigener Wegmarke sein.

In Rathenow soll eine zweite Wegmarke an geeigneter Stelle errichtet werden.

 

Rathenow beteiligt sich sehr gern an diesem Projekt und empfiehlt weiteren Förderern, das bodenständige Kultur-Touristik-Projekt als verbindendes Markenzeichen helfend zu begleiten.

 

Neben dem kulturhistorischen Wert bietet das "Frau Harke"-Motiv durchaus identitätsstiftende Aspekte derer im Sagenland, die auch touristisch vermarktbar sind.

 

Die bekannte Stadtführerin Gabriele Matthies praktiziert dies in überlieferter Tracht seit nunmehr 19 Jahren.