China

Chengde

08.05.2012

 

Im Dezember 2011 ging unsere zweite, halbe Sonne auf einen weiten Weg in das ferne Land China.

Sie nahm einen ganz besonderen Weg. Frau An Huimin und Frau Liu Mujia aus China waren Gäste der Stadt Rathenow. Über die Hintergründe des Besuches könnt ihr euch gern bei unseren Presseveröffentlichungen informieren.

Jedenfalls durften wir beide Frauen als Gäste in unserer Kita begrüßen.

Sie wollten ganz viel wissen über unser Sonnenprojekt und schauten sich unsere rumänischen Sonnen an.

Sie waren begeistert von der Idee, auch eine Sonnenmappe mit nach China zu nehmen. Am liebsten hätte Frau An Huimin auch unseren kleinen Max mit nach China genommen, aber den haben wir dann doch lieber behalten.

Aber unsere halbe Sonne war nun auf dem Weg nach China.

 

Lange Zeit hörten wir nichts aus diesem fernen Land.

Doch heute klingelte das Telefon in der Kita. Herr Zietemann rief uns an und bat uns ganz schnell nach Rathenow zu kommen. Frau An Huimin war am gestrigen Abend in Rathenow eingetroffen und wollte als allererstes die halbe Sonne der chinesischen Kinder übergeben.

Wie auch beim Erstenmal gab es eine herzliche Begrüßung und Frau An Huimin erkundigte sich auch sofort nach unserem Max. Leider konnten wir ihn nicht mit nach Rathenow nehmen.

 

Dann durften wir eine riesengroße,halbe Sonne aus China in Empfang nehmen. Die Kinder staunten und stellten sofort fest, dass unsere halbe Sonne viel zu klein ist. Aber die Lösung war natürlich sofort gefunden. Wir malen auch so eine große, halbe Sonne.

Auch einen Brief hat Frau An Huimin von den Kindern mitgebracht.

Lest selbst, was sie uns schreiben:

 

Liebe Freunde,

 

Wir sind Kinder von einem chinesischen Kindergarten und sehr froh euren Brief erhalten zu haben. Der Name unserer Heimatstadt ist Chengde. Es ist eine wundervolle Gebirgsstadt ganz in der Nähe von Beijing(Peking). Mit den größten Kaiserlichen Gärten und vielen prachtvollen Tempeln ist Chengde besonders für seinen Tourismus bekannt.

Jedes Jahr kommen viele Freunde aus anderen Ländern, um die Stadt zu besichtigen. Unser Kindergarten ist genau in dem kaiserlichen Garten platziert.

Ihr habt Recht- obwohl wir eine andere Sprache sprechen, eine andere Hautfarbe haben und andere Spiele spielen, leben wir trotzdem unter der gleichen Sonne und wollen auch jeden Tag glücklich sein.

Darum haben wir eine Sonne in unser Herz gemalt und die andere Hälfte davon zu Euch geschickt.

Wir hoffen, dass wir mit Euch zusammen die schönste Sonne der Welt entstehen lassen.

Auf eine baldige Antwort freuen wir uns schon sehr und laden euch herzlichst in unseren Kindergarten ein, um zusammen zu spielen. Vergesst nicht, wir sind "Chengde´s Nummer 1 Kindergarten".

 

Wir danken den Kindern für diesen lieben Brief.

Frau An Huimin wird für 3 Wochen geschäftlich in Rathenow bleiben. Wir sind uns sicher, dass es in dieser Zeit noch einmal zu einer Begegnung kommen wird- natürlich dann nicht ohne unseren Max.

Und ganz sicher wird sie nicht zurück fahren ohne unsere Grüße mit nach China,in den Kindergarten Chengde No.1, zu nehmen.

 

Frau An Huimin hat außerdem unser Projekt auch finanziell unterstützt.Auch dafür danken wir ihr natürlich von ganzem Herzen. Diese Unterstützung wird in unsere Sonnentaleraktion einfließen.

 

Und was die Einladung unserer Kita nach China betrifft, so werden wir da sicher einen Weg finden ( schmunzel). Ich weiß nur noch nicht wie wir es schaffen könnten, pünktlich zum Mittagessen wieder in der Kita zu sein.

 

 

 

Wohnhaus der Familie
Blick aus dem Fenster
Blick auf den Hafen

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Diesen Brief erhielten wir am 25.02.2012 von Petra Eckardt aus Potsdam. Petra schickte uns außerdem ein kleines Video, dass sie selbst gemacht hat. Das war eine ganz besondere Überraschung für uns!!!

 

 

Hallo liebe halbe Sonnen,

 

 

heute sende ich euch, wie versprochen, den Brief zum Video. Ich wollte ja noch etwas mehr von mir erzählen und warum ich bei halbe Sonnen dabei bin. Als erstes finde ich natürlich eure Idee toll. Sonnen machen fröhlich und warm (das merke ich gerade beim Schreiben - die Sonne lacht mich an) . Was ich auch toll finde, ihr interessiert euch für andere Menschen, wollt wissen, wo sie leben und wie sie leben, wie es dort aussieht, was andere Kinder spielen und worüber sie lachen. Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind auch Brieffreundschaften mit Kindern aus anderen Ländern hatte - Finnland, Russland und Tschechien. Das hat Spaß gemacht und ich habe viel erfahren und gelernt.

Der andere Grund ist, ich lebe in Potsdam, nicht weit weg von Göttlin, also nicht im Ausland. Wenn man aber durch Potsdam fährt, könnte man manchmal denken, es ist doch Ausland. Denn hier gibt es viele Gebäude aus fernen Länder. Zum Beispiel haben wir hier die Russischen Holzhäuser mitten in der Stadt, eine Moschee, eine chinesische Pagode (Drachenhaus), ein Chinesisches Haus im Park Sanssouci, Römische Bäder und so weiter. Ihr seht, Potsdam ist sehr international. Menschen aus vielen verschiedenen Ländern leben hier.  So auch unser Gastkind Joyce - voller Name -Joyce Yeung Shin Yee. Sie kam vor etwa drei Jahren nach Potsdam, um hier ihr Abitur zu machen. Familien wurden gefragt, wer ein Gastkind aufnehmen möchte, wir haben ja gesagt und wir haben bis heute viel Freude miteinander. Könnt ihr vielleicht am Name erkennen, woher sie kommt ?... pause... Richtig, sie kommt aus China, genauer aus Hongkong, eine Insel von China. Ihr Name bedeutet soviel wie großmütig, gemütlich. Sie passte sehr gut zu meiner Tochter, auch sehr gemütlich:-))). Joyce wurde von ihrer ganzen Familie nach Potsdam begleitet. Das waren die Eltern Florence und Barry, Großmutter Grace, Lilian, die jüngere Schwester und Daniel, der ältere Bruder. Oh, ihr wundert euch jetzt sicher über die Namen, gar nicht chinesisch. Die Chinesen geben sich immer noch andere Namen. Wir hatten drei Tage viel Spaß miteinander. Vor allem beim Erzählen. Ich konnte nur wenig Chinesisch, wie ni-hao - Guten Tag; ni hao ma - Wie geht es dir; wo hen hao - Mir geht es gut; zai jian - Auf Wiedersehen. Aber in Hongkong lernt man vom Kindergarten an Englisch, dass kann ich wieder gut und so ging es auch. Joyce spricht sehr gut Deutsch, konnte es vor drei Jahren schon, da sie Deutsch in der Schule lernte. Jetzt natürlich viel besser. Also haben wir uns auf Chinesisch-Englisch-Deutsch verständigt. War manchmal sehr lustig, weil wir dann auch noch Hände und Füße dazu nahmen :).

Bald wird Joyce in eine andere Stadt ziehen. Sie möchte Sprachen Studieren. In Potsdam hat sie auch noch Spanisch gelernt. Wir werden uns aber nie aus den Augen verlieren. Zuerst wird sie aber wieder nach Hongkong zu ihrer Familie fliegen und da möcht ich ihr gern eine oder zwei Mappen von euch mitgeben, für ihre kleine Schwester und Verwandte. Das ist im Juli.

Nun wisst ihr, warum mir eure Idee am Herzen liegt.

 

 

Ich wünsche euch immer viele Sonnen

 

 

Petra

 

 

 

 

Ps.: Ich habe euch noch ein paar Fotos von Joyce und ihrer Familie hochgeladen und bald erhaltet ihr Post mit den Requisiten zum Video.

 

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Familie Yeung in Potsdam
Ich liebe Hongkong
Joyce
Joyce und Anna