2. Eheschließungen im Schleusenwärterhaus
Ein kleines verträumtes Häuschen, für eine ganz kleine glückliche Gesellschaft ist unser Schleusenwärterhaus.
Unter großen Bäumen, die schützend ihr Blätterdach ausgebreitet haben, erleben Sie in diesem Kleinod am Wasser die Besiegelung Ihrer gefestigten Freundschaft zu einem glücklichen Bund. Diese anheimelnde Umgebung bringt mit sich, dass sich die Eheschließungszeremonie in Ihrem Gedächtnis als glückliche Stunde einprägt und Ihnen Geborgenheit vor Augen führen, die Sie sich gewünscht haben.
Die Stadt Rathenow mit Ihren Standesbeamtinnen als Gast der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, die dieses wunderschöne kleine Schleusenwärterhaus restauriert hat, scheinbar nur für Sie, werden Ihnen diesen Tag unvergesslich gestalten.
Lassen Sie sich bei einer Besichtigung dieses wunderschönen Raumes mitreißen, Ihren Traum zu verwirklichen.
Termine für das Jahr 2012:
Mittwoch, 23. Mai | Mittwoch, 27. Juni |
Mittwoch, 25. Juli | Mittwoch, 08. August |
Mittwoch, 05. September |
Informationen zum Schleusenwärterhaus:
Vor Errichtung der Brücke und der Schleusenanlage gab es eine Straße, die den Stadtgraben am Steintor überspannte. Der Stadtgraben selbst (jetzt Schleusenkanal) wurde künstlich angelegt. Da der Havelstrom schon bald nach Gründung der Stadt mit Mühlen verbaut war, fehlte eine Schifffahrtstraße, die gleichzeitig dem zusätzlichen Schutz der Stadt diente. So bot es sich an, den Höhenrücken, der den Weinberg mit dem Kirchberg verband, an geeigneter Stelle durchzustechen.
Im September 1732 erhielt der Rathenower Magistrat den königlichen Befehl, im Stadtgraben vor dem Steintor eine massive Schleuse zu bauen und das nötige Geld zu beschaffen. Als Ersatz für die ältere Schleuse wurde dann bei Anlage der Neustadt im Jahre 1733 an der Stelle des alten Eisenhammers die noch jetzt bestehende Schleuse gebaut.
Da die Lastkähne sich vorwiegend durch Windkraft fortbewegten, und für ihre Segel hohe Masten besaßen, musste die Brücke in der Mitte aufklappbar sein. Rund 150 Jahre blieben Brücke und Schleuse im gleichen Zustand bestehen und die Stadt erhielt durch einen Schleusenzoll eine gute Einnahmequelle. Dann erwies sich das bestehende Bauwerk wegen des wachsenden Schiffaufkommens und der immer größeren Kähne als zu klein.
Mit dem Umbau 1884 erfolgte die Verbreiterung des Becken. Auch die Brücke erhielt eine Erweiterung, und anstatt des bisherigen hölzernen erhielt sie einen eisernen Überbau.
Der Schiffsverkehr war äußerst lebhaft. 1895 passierten 18 Passagierdampfer, 1902 Schleppdampfer, 299 Güterdampfer, 11139 Schlepp- und Segelschiffe die Schleuse.
Die um 1900 gebaute neue Schleuse in Rathenow West bot Entlastung.
Seit 1904 besteht die feste Brücke und mit deren Bau wurde vermutlich auch das Schleusenwärterhäuschen errichtet. Das Häuschen war über eine schale Wendeltreppe hinab von der Brücke zu erreichen. Unter dem Blätterdach der alten Linden hat man bis zum heutigen Tag den Blick zum Schleusenplatz hin mit dem barocken Standbild des Kurfürsten Friedrich Wilhelm.
Im Laufe vieler Jahre verfiel das Schleusenwärterhäuschen.
Anfang November 2005 wurde mit der Sanierung, des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg begonnen. Die Rekonstruktion gestaltete sich sehr aufwendig und kostenintensiv. Im Sommer 2006 konnte das sanierte Haus, ein Schmuckstück in unserem Stadtbild, eingeweiht und wieder genutzt werden.
Durch den Abschluss eines Nutzungsvertrages mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg, als Eigentümer, ist die Stadt Rathenow in der glücklichen Lage, seit dem Frühjahr 2008 Eheschließungen im Schleusenwärterhäuschen anzubieten.






